Der Regen aus heiterem Himmel
Es klopft an meiner Tür
und ich nahm den Schür-
haken zur Verteidigung
des Mannes Stimme klung
weich und tief,
ich öffnete die Tür und rief:
„Der, der einbricht,
soll sich weg begeben
denn ich will ihm nicht
meine Sachen übergeben!“
Doch da war`s passiert.
Der Gast brach ein,
denn ich trat rein
trat nochmal zu,
hatte einen nassen Schuh
kassiert.
Der Gast, er war der Regen
er wollte nur gegen
den Sommer rebellieren
wollte beginnen,
den Herbst zu modellieren,
doch wollt`s ihm nicht gelingen.
Deshalb wollt er fragen:
„Könnt ich dieses haben.“
Er zeigte auf die Leiter
und wäre wohl auch heiter,
könnte er sie nehmen,
doch da wollt ich wissen:
„Warum woll`n sie dies so verbissen?“
Doch er musste sich schämen
und musste sagen:
„Ich bin aus der Wolk gefallen,
und will hoch steigen,
könnt ich mir die Leiter krallen“
„Doch wo willst du sie anneigen?“
fragte ich ihn und sah,
dass er sich Gedanken machte,
und es geschah,
dass ich ihn dazu brachte
zu verzagen,
zu gehn,
denn der Sommer ist zu schön...
© Lukas Berberich